BIOGAS – DIE FEHLENDE BATTERIE DER ENERGIEWENDE

Wir wollen Biogas einen neuen Stellenwert in der Diskussion um die Erneuerbaren Energien geben – optimiert in unserem Speicherkraftwerk

Der Strommarkt verändert sich

Die Deregulierung des Strommarkts und die Einführung der Erneuerbarer Energien haben die Situation auf dem Versorgungsmarkt grundlegend verändert. In der Vergangenheit hielten die vier großen Energiekonzerne im gegenseitigen Einvernehmen die Versorgungssicherheit aufrecht. Sie sorgten selbst für die Vorhaltung ausreichender Reservekapazitäten, für den Ausgleich bei Nachfrage- und Erzeugungsschwankungen sowie für die Optimierung der Netze. Die erneuerbaren Energien setzen die alten Mechanismen außer Kraft. Die EEG-Vergütung erlaubt es den Anlagen fast beliebig Strom einzuspeisen ohne sich um Netze, Systemrelevanz oder Reservekapazität kümmern zu müssen.


Vision Biogas - Bedarfsgerechte Stromerzeugung im Verbund

Biogasanlagen als Speicherkraftwerk

Eine Biogasanlage ist bisher Grundlastversorger, das heißt sie produziert Strom bei konstanter Leistung und optimiert primär die biologische Gaserzeugung. Dass Biogas jedoch der einzige Energieträger der Erneuerbaren Energieträger ist, der auf einfachste Weise verlustfrei gespeichert werden kann, wird fast vollständig außer Acht gelassen. Verfolgt man den Gedanken der Speicherung konsequent weiter, können auch Biogasanlagen analog zu einem Pumpspeicherkraftwerk ihr Biogas speichern und Strom flexibel erzeugen. Solche „flexibilisierten“ Biogasanlagen können somit jene Systemdienstleistung bereitstellen, die in der Energiewende noch fehlt - dies jedoch nicht alleine sondern nur gesteuert in einem Verbund.


Gemeinsam Biogas auf die nächste Stufe heben

Biogas hat mit den neuen EEG 2014 die - erneute - Chance zur Flexibilisierung bekommen. Dies gilt es nun, konsequent umzusetzen. Denn Biogasanlagen mit Speicher und zusätzlicher BHKW-Kapazität sind die Basis für den nächsten Schritt. Wenn Biogasanlagen sich vernetzen und intelligent gesteuert werden, können sie einen neuen Aspekt in die Debatte um Stromtrassen und neue Gaskraftwerke bringen. Die fehlende Funktionalität bei den fluktuierenden Energieträgern der Erneuerbaren, nämlich die Speicherung der Energie und Regelung der Erzeugung, kann der Verbund aus Biogasanlagen beisteuern. Biogasanlagen könnten zum Beispiel auf regionaler Ebene Stromschwankungen ausgleichen und so die Überspannungsleitungen entlasten. Auch ein lokaler Ausbau im Nahversorgernetz kann über eine Steuerung, die eben jene Ortsnetzebene beinhaltet reduziert oder zumindestens überdacht werden.


Die langfristigen Möglichkeiten mit dem Speicherkraftwerk

Aktuell wird den Biogasanlagen durch das EEG mit Managementprämie und Flexibilitätsprämie die Teilnahme am Stromhandel schmackhaft gemacht. Aber der Stromhandel, der Angebot und Nachfrage regelt, berücksichtigt noch keine Netzstabilität, weder regionaler noch überregionaler Natur. SKVE hat das Kraftwerk für die Hinzunahme weiterer Märkte grundsätzlich offen gehalten. Jetzt bereits können lokale Schwankungen ausgeglichen oder mit einem Windpark zusammen die Stromproduktion auf die versprochene Kilowattstunde auch wirklich eingehalten werden. Eine Optimierung von Netzen und Stromeinspeisung benötigt zwei Dinge: einen sehr schnell reagierende Stromerzeuger und einen variablen Speicher. All das lässt sich mit einer Biogasanlage verwirklichen. Man braucht eine Vielzahl von Anlagen, zentral gesteuert und für alle Anwendungen optimiert - ohne die einzelne Anlage aus den Augen zu verlieren.


Wenn in ein paar Jahren niemand mehr über neue Gaskraftwerke spricht, sondern darüber wie wir unsere Biogasanlagen noch verbessern können, haben Sie als Anlagenbetreiber und wir als steuerndes Kraftwerk alles richtig gemacht.

SKVE auf einen Blick:

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