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20. Dez. 2017

Zum Stand des Zubaudeckels November 2017

 

Mit dem EEG 2014 wurde der sogenannte Flexdeckel eingeführt und die deutschlandweite Förderung der Flexibilisierung von Biogasanlagen - die Flexibilitätsprämie - auf insgesamt 1,35 GW begrenzt. Die Prämie wird nur bis zum Erreichen dieser Grenze gewährt. Meldet die Bundesnetzagentur, dass diese Grenze erreicht wurde, werden lediglich Meldungen bis zum nächsten Monatsende anerkannt. Deshalb ist es für jeden Betreiber, der über die Flexibilisierung nachdenkt oder sie konkret plant, notwendig den aktuellen Status des Zubaus zu beobachten.

Stand 20.12.2017 sind bei der BNetzA die bis 30.11.2017 eingegangenen Daten verarbeitet und ausgewiesen.

 

 

Entwicklung der Nutzung des Flex-Prämienzubaudeckels

Mit knapp 38.000 kW neu in Anspruch genommener flexibler Leistung ist der November 2017 der Monat mit dem stärksten Zuwachs seit Einführung des Zubaudeckels. Somit sind nun 37,1% des Deckels bereits verbraucht. Ein Betreiber, der sich Gedanken zum Ausbau seiner Anlage macht, tut gut daran, diesen Deckel nun sorgfältig zu beobachten.

Quelle: http://www.bundesnetzagentur.de/


DIE FLEXIBILISIERUNG NIMMT AN FAHRT AUF - UNBEDINGT WEITER BEOBACHTEN

Der November war das stärkste Monat bisher. Interessant wird nun der Dezember, denn in den letzten Jahren haben die Betreiber vor allem in diesem Monat fleißig gemeldet.

Die Vorhersagen, wie lange der Deckel noch ausreicht, zeigen eine Zeitspanne zwischen anderthalb und dreieinhalb Jahren auf, je nach dem mit welcher Vorsicht man an den zukünftigen Zubau herantritt. Eine ähnliche Tendenz weist auch die Wartezeit für neue BHKW auf. Mittlerweile sind nach Aussagen der Packager 6 Monate Wartezeit für BHKW keine Seltenheit. Letztes Jahr konnte man BHKW innerhalb von 2 bis 4 Monaten erhalten.

Die linke Grafik zeigt somit den "schlimmsten" Fall, jene Verdoppelung alle 12 Monate. Durch diesen exponentiellen Anstieg wäre der Deckel bereits Mitte 2019 ausgeschöpft. Nimmt man hingegen die aktuellen 20.000 kW Zuwachs auch weiterhin als die realistische Zuwachsmenge an, bleibt der Deckel bis Ende 2020 bestehen (rechte Grafik). Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.

Prognosen zur weiteren Entwicklung des Zubaudeckels

Ist noch Zeit für die Flexibilisierung?

"Ja, aber nicht mehr lange" ist die ehrliche wenn auch unbefriedigende Antwort darauf. Genehmigungsverfahren mit einer Laufzeit von 12 und mehr Monaten sind leider häufig festzustellen. Auch ein Netzausbau ist meist mit vagen Terminzusagen behaftet. Sollte Sie sich für die Flexibilisierung entschieden haben, legen Sie jetzt los. Wenn Sie gerade in der Entscheidungsphase sind, informieren Sie sich noch diesen Winter und kalkulieren die Erlöse und Kosten. Oder lassen Sie sich durch Wirtschaftlichkeitsprüfungen bei der Entscheidungsfindung helfen. Je knapper die Zeit wird, desto mehr Professionalität ist ratsam, sei es bei der Entscheidung, bei der Planung, bei Durchführung oder Inbetriebnahme.

 

Bestehende Flex-Anlagen könnten in Zukunft auf Ihre tatsächliche bedarfsgerechte Stromerzeugung hin geprüft werden

Eine Anhebung des Deckels wird insbesondere vom Fachverband Biogas angestrebt. Dieser versucht in Berlin die Politiker vom Nutzen der Flexibilitätsprämie zu überzeugen. Flexible Anlagen, die eine bedarfsgerechte Stromerzeugung, wie sie die SKVE anbietet, ermöglichen, sind dabei Vorzeigeprojekte. Auf der anderen Seite werden Anlagen, die weder über Fahrpläne noch durch Regelenergie Zusatznutzen aufzeigen, sondern die Flexibilitätsprämie nur für die Finanzierung eines Ersatz-BHKW missbrauchen, stärker überwacht werden. Für den Netzbetreiber ist eine leichtes, die tatsächliche Umsetzung der vom EEG geforderten bedarfsgerechten Stromerzeugung zu überprüfen.

 

Echte Fahrplansteuerung oder nur Versprechungen?

Prüfen Sie auch deshalb jetzt Ihren Direktvermarkter, ob er Ihnen eine echte bedarfsgerechte Stromerzeugung anbietet. Alle Angebote unterstützen den Betreiber lediglich bei der Wahl der besten Stunden, lassen aber die Entscheidung, die Verantwortung und somit das Risiko vollständig beim Betreiber. Nur SKVE bietet Ihnen einen vollautomatischen Fahrplan, der alle Bedürfnisse wie Wirkungsgrade und Start-Stopps genauso wie die Wärmelieferung Ihrer BHKW berücksichtigt. Und da wir wissen, wie eine Biogasanlage funktioniert, trauen wir zu, dies ohne Ihr stündliches Zutun und ohne Risikoabwälzung auf den Betreiber bereitzustellen.

 

Die Flexibilisierung einer Biogasanlage

Folgende Fragen können Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen:

  • Welche Fahrweise ist eigentlich die richtige für meine Anlage? Hilft mir dabei mein aktueller Direktvermarkter wirklich? Was bieten andere an? Wer geht auf alle Bedürfnisse meiner Biogasanlage ein?
  • Wohin will ich mit meiner Biogasanlage, vor allem nach den 20 Jahren EEG-Vergütung?
  • Was kann ich mit einer flexibilisierten Anlage wirklich verdienen, was erhalte ich durch die Flex-Prämie, was aus dem Ausfahren der Höchstbemessungsleistung, was aus einem verbesserten Wirkungsgrad?
  • Habe ich alle Möglichkeiten der EEG-Optimierung genutzt (alle Bonifikationen), nutze ich alle sonstigen Einnahmequellen wie Wärmeverkauf und Fahrplanerlöse?
  • Was muss ich bei Wartung, Instandhaltung und von Seiten der Genehmigung auch ohne Flexibilisierung in meiner 20-jährigen EEG-Laufzeit tun?

Sind diese Fragen beantwortet, können die Angebote eingeholt werden. Mit den gesamten Erträgen und Kosten (und der obligatorischen Zusage der Netzeinspeisung) sollte man dann keine Zeit mehr verlieren.
Ihre Flexibilisierung sollte jetzt beginnen.


Regensburg, 02.01.2018
Christian Dorfner



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