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28. Feb. 2015

Wärmebedarf und flexible Fahrweise zugleich

Die Flexibilitätsprämie ist nicht für jede Anlage der heilsbringende Gral. Insbesondere wärmegeführte Anlagen mit einem hohen Anteil an KWK-fähiger Wärmelieferung oder eigener Wärmevergütung haben keine Freiheitsgrade, um bedarfsgerecht Strom zu erzeugen. Dies ist aber die Voraussetzung für die Erlangung der Flexibilitätsprämie.


Das Problem mit der Wärme

Wie kann man Wärmebedarf und KWK-Prämie mit einer bedarfsgerechten Stromerzeugung und Flex-Prämie unter einen Hut bringen?

Eine pauschale Verneinung für wärmegeführte Anlagen bei der Frage nach den Möglichkeiten zur Flex-Prämie wäre aber ebenso falsch wie ein uneingeschränktes "ja". Man muss die Details genauer betrachten. Eine wärmegeführte Anlage kann flexibel Strom erzeugen und damit die Voraussetzung zur Erlangung der Flexibilitätsprämie schaffen. Was ist zu beachten?

Flexible Stromerzeugung bedeutet, tatsächlich zu bestimmten möglichst variablen Zeiten Spitzenlasten abzudecken, also ein paar Stunden am Tag die erlaubte Maximalleistung einer Biogasanlage zu fahren. Dabei sollte natürlich neben Biogasspeicher und zusätzlich installierter Leistung darauf geachtet werden, in diesen Stunden die erzeugte Wärme auch nutzbar abführen zu können. Selbst Anlagen mit vollständiger Wärmenutzung besitzen durch ihre Wärmeleitungen ein Mindestmaß an Wärmespeicher. Einfacher wird es, wenn zum Beispiel angeschlossene Haushalte einen Wärmepuffer besitzen (was fast immer der Fall ist). Das Speicherkraftwerk der SKVE kann diese Wärmepuffer mit berücksichtigen und den Fahrplan entsprechend anpassen.

Umgekehrt müssen stromgeführte Anlagen versuchen, in den Spitzenzeiten entweder nicht zu viel ungenutzte Wärme zu produzieren oder eben die Wärmesenke zu vergrößern. Auch hier gilt, dass eine gewisse Trägheit im System stets vorhanden ist. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, passt das Wärmekonzept bei der Flexibilisierung seiner Anlage entsprechend an. Auch die Umweltgutachter prüfen beim Flex-Gutachten diesen Sachverhalt.

Nehmen Sie Kontakt mit unseren Beratern auf, wir helfen Ihnen gerne zu diesem Thema weiter


Regensburg, 28.02.2015
Johannes Schwarz

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